Werkangaben
- Kompositionsjahr
- 2014
Ausgaben
Kaufmaterial
- Artikelnummer
- eg2142
- ISMN
- M-2057-2001-8
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Beschreibung
"Für das kleinste Instrument der Blockflötenfamilie, das Garklein-Flötlein, gibt es nicht unbedingt eine unübersehbare Anzahl an Literatur. Dass das Instrument überhaupt befriedigend spielbar sei, wagen manche zu bezweifeln. Die Lage des Instruments bewegt sich ab c3 aufwärts – nicht gerade ein angenehm zu hörendes Register. Dass man mit diesen Vorgaben dennoch hübsche Musik machen kann, beweist Otfried Büsing mit seinem zweiseitigen Stück Eisvogel (2014). Es hat ausdrücklich nichts mit Lautmalerei bzw. Vogelruf-Imitationen zu tun, wie der Komponist in seinen kurzen Erläuterungen schreibt. Vielmehr stamme dieser Eisvogel „aus dem imaginären und nicht greifbaren Land Fantásien Michael Endes“. Tatsächlich spielt das Stück zwar immer wieder mit typischen „Vogelfiguren“ wie sich beschleunigende, repetierende Tonfolgen bzw. Triller (vom Halbton bis zur Quart), aber Vorgaben wie „meccanico“ bilden einen deutlichen Kontrast zu diesen scheinbar frei klingenden, jedoch detailreich notierten Passagen. Mit Ausnahme von häufig eingesetzten Flatterzungen kommen keine modernen Spieltechniken vor. Der Tonumfang bewegt sich zwischen c4 und e5; ist also eher relativ klein, was aber der Handhabbarkeit des Garklein-Flötlein sehr entgegenkommt. Theoretisch ist das Stück also durchaus auch auf der Sopranino spielbar, wobei der eine oder andere Intervalltriller vielleicht etwas unangenehmer ist und man für ein größeres Glissando eine saubere Lösung für den Registerwechsel suchen muss. Die beiden fast identischen „Veloce“-Stellen hingegen liegen sogar sehr gut auf dem etwas größeren Instrument. Musikalisch erschließt sich das zweiseitige Stück sehr rasch und vermag schon fortgeschrittenen jugendlichen Spielerinnen ein die Phantasie anregendes Klangmaterial bieten."
Regina Himmelbauer, TIBIA, Heft 4/2015
Abdruck mit freundlicher Genehmigung