Giger, Jannik
* 1985
Jannik Giger ist ein in Basel lebender Komponist, Filmemacher und Bildender Künstler. Er studierte Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste Bern bei Daniel Weissberg und Michael Harenberg, absolvierte einen Master of Arts in Komposition an der Hochschule Luzern – Musik bei Dieter Ammann und schloss 2015 den Master of Arts in Specialized Music Performance (Komposition) an der Hochschule für Musik Basel bei Michel Roth und Erik Oña ab.
An der Schnittstelle von Komposition, Film und bildender Kunst entwickelt Giger Arbeiten, die die Grenzen zwischen Konzertmusik, Kino und Installation auflösen. Seine künstlerische Praxis untersucht Fragen von Identität, Autorschaft und Wahrnehmung durch Klang, Bild und Performance. Im Zentrum steht die Transformation bestehender musikalischer und audiovisueller Materialien in neue kompositorische Kontexte, wobei Sampling, Mikrotonalität, Video und inszenierte Situationen zu hybriden Erzählformen verschmelzen.
Neben Orchester- und Kammermusik umfasst sein Werk Videoarbeiten, Klanginstallationen, Musiktheater und Filmmusik. In den vergangenen Jahren verlagerte sich sein Fokus zunehmend auf die Entwicklung einer eigenständigen audiovisuellen Sprache, in der Komposition nicht Begleitung, sondern erzählerische Grundlage eines Films ist.
Seine Arbeiten wurden international an Spielstätten und Festivals wie der Wigmore Hall (London), dem Ultraschall Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg, dem National Centre for the Performing Arts (Peking), der Architekturbiennale Venedig, dem International Film Festival Rotterdam, den Swiss Art Awards, dem Theater Basel und dem Gare du Nord Basel präsentiert. Seine Musik wird unter anderem vom Arditti Quartett, Kaleidoskop, Ensemble Mosaik, Mondrian Ensemble, Ensemble Phoenix Basel, der Basel Sinfonietta, der Geneva Camerata, Sarah Maria Sun und Trio Rafale aufgeführt.
Als Filmemacher wurden seine experimentellen Kurzfilme an zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Sein Kurzfilm Lamento wurde unter anderem zum International Film Festival Rotterdam sowie zum Clermont-Ferrand International Short Film Festival eingeladen.
2025 erhielt Giger den Schweizer Musikpreis des Bundesamts für Kultur. Für die Filmmusik des Spielfilms Drii Winter (gemeinsam mit Tobias Koch) wurde er mit dem Georges Delerue Award für den Besten Soundtrack ausgezeichnet und für den Schweizer Filmpreis nominiert. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen der Sehnerv Medienkunstpreis, Atelierstipendien in London (Stiftung Landis & Gyr), Berlin (Atelier Mondial) und Sri Lanka (Pro Helvetia) sowie Förderbeiträge zahlreicher Schweizer Kulturstiftungen.
Werke
Giger, Jannik
Treibjagd
für Horn und Tape
KaufmaterialGiger, Jannik
Contaminare
für Englischhorn, Klarinette in B, Altsaxophon und Fagott
LeihmaterialGiger, Jannik
Caprice
Violine, Violoncello, Klavier
KaufmaterialGiger, Jannik
Vertige
Violine, Viola, Violoncello
KaufmaterialGiger, Jannik
Karolina
für Violoncello
KaufmaterialGiger, Jannik
Troisième OEil
2Ob, 2Hn, 14Vn, 2Vle, 2Vc, Kb
Leihmaterial
Giger, Jannik
OEil
für Streichquartett
KaufmaterialGiger, Jannik
Verstimmung
für Flöte, Klarinette in B, Violine, Violoncello, Klavier
Leihmaterial