McCormack, Timothy

* 1984

Timothy McCormack (1984) schreibt haptische, viskose Musik, die die taktile, physische Beziehung zwischen Interpret*in und Instrument hörbar macht. Ihre Musik – manchmal ekstatisch, manchmal hermetisch – spinnt eine intime Verbindung zwischen Klang und Geräusch und schafft dadurch eigentümlich berührende Klangökologien, die die Wahrnehmung von Zeit verändern. Zudem setzt sich McCormack mit zeitgenössischer queerer Ästhetik auseinander: mit hæmalen Abstammungslinien, unheilbaren Krankheiten und ihren Geschichten, Trauer, Zuhören und der Erotik der Form.

Kompositionsaufträge erhielt McCormack von Ensembles wie dem Ensemblekollektiv Berlin, Klangforum Wien, dem JACK Quartet, dem Schallfeld Ensemble, musikFabrik, dem ELISION Ensemble, Curious Chamber Players und MAM.manufaktur für aktuelle musik; sowie von Organisationen und Festivals wie Eclat, den Wittener Tagen für neue Kammermusik und dem impuls Festival. Ihre Werke sind auf den Labels Kairos, Another Timbre und Huddersfield Contemporary Records zu hören.

McCormack ist Preisträger*in des Komponistenpreises der Ernst von Siemens Musikstiftung (2018) und gewann den Impuls International Composition Competition (2019), was in einem neuen Werk für das Wiener Klangforum Wien resultierte.

Derzeit lehrt McCormack an der University of California San Diego (UCSD) als Assistant Professor für Komposition. Den PhD erwarb McCormack an der Harvard University und hält außerdem Abschlüsse der University of Huddersfield sowie des Oberlin Conservatory of Music

Werke