Strongylis, Aristides

* 1974

Aristides Strongylis wurde 1974 in Athen geboren. Er studierte Gitarre und Musiktheorie bei Evangelos Boudounis und Panayiotis Adam in Athen sowie Komposition bei Siegfried Thiele und Dimitri Terzakis an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Wichtige Impulse für sein kompositorisches Schaffen erhielt er durch Meisterkurse und Begegnungen mit Komponistinnen und Komponisten wie Jonathan Harvey, Peter Eötvös und Kaija Saariaho.

Seine Werke wurden an renommierten Spielstätten in ganz Europa aufgeführt, darunter im Gasteig München, im Konzerthaus Berlin, im Megaron in Athen und im Gewandhaus zu Leipzig, darüber hinaus in Frankreich, Österreich, Spanien, der Schweiz und zuletzt auch in den USA. Er komponierte unter anderem für das Ensemble amarcord, Tatjana Masurenko, Hatto Beyerle, das Apollon Musagète Quartett, den Leipziger Synagogalchor, MDR Kultur, das Staatsorchester Koblenz und das Gewandhausorchester Leipzig.

Aristides Strongylis arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Andris Nelsons, Garry Walker, Kerem Hassan, Florian Ludwig, Lin Liao und Ivo Hentschel zusammen.

Anlässlich seines 275-jährigen Bestehens beauftragte das Gewandhaus zu Leipzig Aristides Strongylis mit der Komposition eines Orchesterwerks. Unter dem Titel Engel der Hoffnung wurde das Werk im März 2018 vom Gewandhausorchester unter der Leitung von Andris Nelsons uraufgeführt. Im Januar 2020 brachte das MDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Kerem Hassan Strongylis’ Equality im Gewandhaus zur Uraufführung. Das Werk entstand als Gemeinschaftsauftrag unter Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern des Goethe-Gymnasiums Bischofswerda im Rahmen des Beethoven Experiments 2020.

Im Mai 2021 brachte das Staatsorchester Koblenz unter der Leitung von Garry Walker das Auftragswerk 2020 in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz zur Uraufführung. Aufgrund der Pandemie fand die Aufführung ohne Publikum statt und wurde vom SWR aufgezeichnet. Die erste öffentliche Aufführung vor Publikum folgte im Mai 2026 in der Sayner Hütte in Bendorf im Rahmen der Internationalen Koblenzer Gitarrentage unter der Leitung von Ivo Hentschel.

Für die Saison 2026/27 hat das Gewandhaus zu Leipzig Aristides Strongylis mit der Komposition eines Werks für das Pasakas-Bläserquintett des Gewandhausorchesters beauftragt. Darüber hinaus arbeitet er an einem Auftragswerk für das Athens Festival of Sacred Music zu Ostern 2027, das vom griechischen Kulturministerium in Zusammenarbeit mit der Griechischen Nationaloper veranstaltet wird.

Die Musik von Aristides Strongylis ist stark narrativ geprägt und tritt in einen intensiven Dialog mit anderen Kunstformen wie Literatur, Theater, Tanz und Malerei. Kritiker beschreiben sein Schaffen als energetisch, unmittelbar und ausdrucksstark.

Für seine langjährige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurde Strongylis mehrfach ausgezeichnet. Im Mittelpunkt seiner musikpädagogischen Tätigkeit stehen insbesondere das Komponieren in der Schule, innovative Workshops und internationale Projekte, darunter Kinder zum Olymp und der Junge Ohren-Preis. In diesem Bereich arbeitet er eng mit der Oper Leipzig und dem Gewandhaus zu Leipzig, dem IFF Institut Hannover und dem Forum Thomanum Leipzig sowie mit Institutionen in Großbritannien und Bosnien und Herzegowina zusammen. Darüber hinaus lehrt er am Institut für Musikpädagogik der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.

Aristides Strongylis ist Mitglied sowohl des griechischen als auch des deutschen Komponistenverbands. Seine Werke erscheinen bei Edition Gravis.

Werke

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